Logopädische Praxis
Schöllkrippen
Brücke zur Sprache

Logopädie ist unser Traumberuf. Unsere Praxis befindet sich in Schöllkrippen, im Herzen des Kahlgrunds. Hier steht der einzelne Patient mit seinen individuellen Bedürfnissen, Sorgen und Fragen im Mittelpunkt. Jeden Tag aufs Neue macht es uns viel Freude, kleine wie auch große Patienten ein Stück auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Wir möchten Brücken schlagen, um ihnen die Kommunikation mit ihrer Umwelt zu erleichtern, denn…

Leben ist Kommunikation!

In 3 Schritten zur Behandlung

1. Bedarfsabklärung durch den überweisenden Arzt
2. Anmeldung und ggf. direkte Terminvereinbarung in der logopädischen Praxis
3. Frühestens 14 Tage vor Behandlung Rezept beim Arzt abholen und zur ersten Stunde mitbringen
(Rezept wäre sonst ungültig)

Informatives

Kindliche Sprachentwicklung

Geburt bis 6. Monat

  • Ihr Kind reagiert auf Geräusche und bewegt seine Augen/ Kopf zur Klangquelle
  • Es plappert (lallt).

Auffälligkeiten:

  • Ihr Kind reagiert nicht auf Geräusche, verstummt oder nimmt keinen Blickkontakt auf.

ab dem 12. Monat

Sprachentwicklung:

  • versteht einfache Aufforderungen
  • reagiert auf seinen Namen
  • Es spricht die ersten Wörter wie „Mama“ und „Papa“.

Auffälligkeiten:

  • Ihr Kind versteht kleine Aufträge nicht.
  • Es spricht nicht.
  • Es kommuniziert nur über Mimik und Gestik.

ab dem 18. Monat

Sprachentwicklung:

  • Einfache Sätze und Aufforderungen werden verstanden.
  • Ihr Kind kann Dinge benennen.
  • Der Wortschatz nimmt weiter zu.
  • Verwendete Worte werden deutlicher (die Laute m,n, p,b werden häufig korrekt verwendet)

Auffälligkeiten:

  • Die Sprache entwickelt sich nicht weiter bzw. verschlechtert sich.
  • Ihr Kind hört auf zu sprechen.

 ca. ab dem 24. Monat

Sprachentwicklung:

  • Ihr Kind versteht längere Sätze.
  • Ihr Kind verwendet 2-3-Wort-Sätze.
  • Es sagt seinen Namen.
  • weitere Laute werden erlernt (w,f,t,d,g,k,ch,r)

Auffälligkeiten:

  • Der Wortschatz umfasst nur wenige Wörter.
  • Ihr Kind spricht undeutlich/ verwaschen.
  • Es bildet keine 2-Wort-Äußerungen.

ca. ab dem 36.Monat

Sprachentwicklung:

  • Ihr Kind versteht einfache Geschichten.
  • Es bildet komplexere Satzstrukturen.
  • erste schwierige Konsonantenverbindungen werden verwendet (z.B. bl, kn, kr, gr)
  • Fragealter (wer?, was?, wie?, warum?

Auffälligkeiten:

  • Ihr Kind wird von Fremden nicht verstanden, spricht undeutlich.
  • Tätigkeitswörter, Eigenschaftswörter, Artikel werden selten verwendet.
  • Einfache Sätze können nicht gebildet werden.
  • Die Mehrzahl wird nicht verwendet.

ca. ab dem 48. Monat

Sprachentwicklung:

  • Ihr Kind kann komplexe Sätze bilden.
  • Bis auf schwierige Konsonantenverbindungen (z.B. br, dr, kl,)und evtl. die Zischlaute (sch, s, z) kann es alle Laute der Muttersprache bilden.
  • Gelegentlich kommt es zu entwicklungsbedingtem Stottern.

Auffälligkeiten:

  • Ihrem Kind fällt es schwer, Sätze zu bilden.
  • Gebildete Sätze sind grammatikalisch falsch.
  • Ihr Kind spricht undeutlich, kann keine Geschichten wiedergeben.
Aufgaben der Logopädie

nach ärztlicher Verordnung:

  • Anamnese & Diagnostik
  • Therapie & Rehabilitation
  • von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen bei Kindern und Erwachsenen
  • sowie Beratung von Patienten, Angehörigen, Eltern, Lehrern und Erziehern
  • Austausch mit Ärzten, Psychologen, Ergo- und Physiotherapeuten
  • Behandlung in Einzel- oder Gruppentherapie (Therapiestunde i.d.R.45 Minuten)
  • Hausbesuche / Betreuung von Einrichtungen (Kindergärten, Heime, Frühförderstellen)
Geschichte der Logopädie

Heute bezeichnet die Logopädie eine noch recht junge medizinisch-therapeutische Fachrichtung, die Menschen therapeutisch betreut, deren Kommunikationsfähigkeit durch Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörstörungen beeinträchtigt ist.

Aufgabengebiete sind in Theorie und Praxis:

– Prävention

– Beratung

– Diagnostik

– Therapie und Rehabilitation

– Integration

– als auch die Lehre und Forschung

1886 gab es erste, vierwöchige Lehrkurse für „Sprachheilkundler“ in Potsdam. Fünf Jahre später waren 115 Kursisten „ausgebildet“.
Eine der ersten Institutionen war die „Berliner Ambulanz für Sprachkranke“, welche Kurse für sprachgebrechliche Kinder anbot. Diese Kurse dauerten 3-4 Monate mit 8-10 Kindern pro Kurs für die Dauer von 1-2 Stunden.
Das Wort Logopädie taucht zum ersten Mal  1913 auf, bereits 1918 wurde die „Sprechkunde“ akademisches Lehrfach.
1924 wurde der Begriff „Logopädie“ vom Wiener Mediziner Emil Fröschels für das Fachgebiet der Stimmheilkunde eingeführt. Er führte den ersten, internationalen Kongress für Logopädie und Phoniatrie in Wien durch. Es wurde gefordert, die Ausbildung der Logopäden auf wissenschaftlicher Basis mit einer akademischen Abschlussprüfung einzuführen.

Bis 1945 gab es jedoch keine eigenständige Ausbildung.

Ab dem Jahr konnten Interessierte sich innerhalb von 2 Jahren zum Logopäden ausbilden lassen. Der Abschluss erfolgte mit einer Prüfung, die jedoch noch keinerlei offiziellen Charakter hatte. Die Inhalte der Ausbildung waren sehr unterschiedlich, meist bezogen auf die Interessensschwerpunkte des jeweiligen Anbieters. Die Arbeit der Logopäden blieb somit punktuell auf  Einzelfälle und auf große Städte wie Berlin, München und Münster beschränkt.

1949 erfolgte die Gründung der „Zentralstelle für Stimm- und Sprachkranke“ in Berlin (West).

Die Berufsbezeichnung des Logopäden wurde im Jahr 1957 offiziell eingeführt, fünf Jahre darauf eröffnete die erste logopädische Lehranstalt in Berlin. Mit der Beendigung dieses Kurses wurde auch die staatliche Anerkennung ausgesprochen.

1974 wurde das Rehabilitationsgesetz verabschiedet, welches  Krankenkassen dazu verpflichtet, die Kosten für eine logopädische Therapie zu übernehmen. Zeitgleich erstellen die Rentenversicherungsanstalten einen neuen Rahmen für die Rehabilitation. Dadurch wurde die neurologische Reha ein großer Arbeitsbereich der Logopädie.

1977 wurde eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung erarbeitet, auf deren Basis am 1. Obtober 1980 das  „Gesetz zum Beruf des Logopäden“ verabschiedet wurde.